, Simon Köstner

Tadoc Verhandlungen am Laufen

Die Tardoc Verhandlungen gestalten sich erwartungsgemäss schwierig.

Am 30.06.2021 hat der Bundesrat den Nicht-Entscheid zu TARDOC beschlossen und weitere Forde­rungen an die Tarifpartner gestellt. Die Tarifkommission hat aktiv daran mitgearbeitet, TARDOC entsprechend anzupassen; die Revision soll noch vor Jahresende dem Bund vorgelegt werden.   Ebenfalls im Sommer hat das Parlament entschieden, dass Pauschalen gesamtschweizerisch gelten müssen – eine Abkehr von den bisher durch SantéSuisse und FMCH vorangetriebenen Konzepten. Diese beiden Organisationen haben zusammen mit H+ die ‘solutions tarifaires suisse‘ gegründet, welche soeben Ende Oktober ihre Ideen für ambulante Fallpauschalen erstmals präsentiert hat. Diese befanden sich leider in einem unreifen und für die Ärzteschaft vollkommen inakzeptablen Entwurfs­stadium, insbesondere weil sie ausschliesslich auf spitalambulanten Leistungsdaten basierten. Die SGK sowie weitere FMCH Mitglieder forderten die FMCH zur Einbindung der Fachgesellschaften und zur engeren Zusammenarbeit mit der FMH auf. Der Tarife nicht genug, wird die Diskussion um Global­budgets sowie Zielvorgaben im Jahr 2022 im Parlament behandelt werden. Dies wird entscheidend für die Entwicklung der Tarif-Landschaft sein – viel wichtiger als Verhandlungen um individuelle Tarifposi­tionen. Neuerlich kommen auch die Diskussionen über die Tarife für Zusatzversicherte in Fahrt – der Druck wird auch hier zunehmen.